Tagesgeldanlage » Vergleich von sicheren Tagesgeldanlagen

Tagesgeld ist eine flexible Geldanlage für Sparer, die akzeptable Zinsen suchen, gleichzeitig aber ihr Geld nicht langfristig anlegen möchten. Darüber hinaus sind Tagesgeldanlagen sehr sicher, unterliegen keinen Kurs- oder Währungsschwankungen und können bereits ab 1 Euro eröffnet und genutzt werden.

Tagesgeld gehört zum Angebot von fast allen Banken, besonders aber von Direkt- und Internetbanken. Die Zinsen liegen dabei deutlich über den Zinsen für Girokonto-Guthaben, sofern die Banken bei Girokonten überhaupt einen Zins zahlen. Bei der Tagesgeldanlage müssen keine Kündigungsfristen beachtet werden, so dass Sie jederzeit die Möglichkeit haben, das Geld wieder abzurufen und für eine andere Geldanlage oder für private Zwecke zu verwenden.

Für die Anlage wird ein separates Tagesgeldkonto eröffnet. Allerdings kann darüber kein normaler Zahlungsverkehr getätigt werden, um beispielsweise Rechnungen zu bezahlen. Ein Eröffnungsantrag kann bei vielen Banken im Internet oder direkt in einer Filiale gestellt werden. Sobald das Tagesgeldkonto eröffnet und die Kontonummer bekannt ist, kann der Anleger Geld überweisen bzw. von der Bank den gewünschten Anlagebetrag abbuchen lassen.

Über alle Buchungen auf dem Tagesgeldkonto informiert die Bank den Anleger mit einem Kontoauszug, der bei den meisten Banken auch online abgerufen werden kann und damit kostenfrei ist. Anleger können rund um die Uhr den Kontostand und alle Umsätze über das Internet einsehen. Alternativ wird die Kontoführung per Telefon über eine Hotline angeboten oder der (dann kostenpflichtige) Abruf per Brief oder Fax.

Vorteile der Tagesgeldanlage auf einen Blick


  • Einlagen sind ab 1 Euro möglich
  • Es existiert keine Kündigungsfrist
  • Jederzeitiger Abruf eines Teilbetrages oder komplett
  • Variable und attraktive Tagesgeldzinsen
  • Kostenlose Kontoführung und Kontoauszüge online
  • Problemloser Wechsel zu einer neuen Bank mit besseren Zinsen

Zinsgutschriften einer Tagesgeldanlage

Beim Tagesgeld existieren drei Termine für Zinsgutschriften. Gemäß den Bedingungen überweist die Bank die angefallenen Zinsen entweder monatlich, vierteljährlich oder am Jahresende.

Tagesgeldkunden können entscheiden, ob die Zinsen direkt auf das Tagesgeldkonto überwiesen oder auf das normale Girokonto überwiesen werden. Durch eine Überweisung der Zinsen auf das Tagesgeldkonto kann der Anleger durch den Zinseszinseffekt eine leicht höhere Rendite erzielen, denn die Zinsen werden zusammen mit dem angelegten Tagesgeldbetrag weiter verzinst.

Bei einer monatlichen Zinszahlung wäre die Rendite im Vergleich zur vierteljährlichen Zinszahlung nochmals höher. Bei einem Beispielzinssatz von nominal 3,00 Prozent und monatlicher Zinszahlung beträgt die effektiv erzielte Rendite im Zeitraum eines Jahres 3,042 Prozent und bei vierteljährlicher Zinszahlung 3,034 Prozent. Bei jährlicher Zinszahlung ist der Nominalzins gleich dem Effektivzins, in diesem Fall 3,00 Prozent.

Die Zinsen beim Tagesgeld sind in der Regel nicht fest, sondern variabel und werden von den Banken in längeren Zeiträumen entsprechend der veränderten Marktlage angepasst. Besondere Angebote gibt es jedoch für neue Kunden, die erstmals ein Tagesgeld bei einer Bank eröffnen oder für Kunden, die neues "frisches" Geld einzahlen.

Hier besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Bank auch beim Tagesgeld für einen begrenzten Zeitraum die Top-Zinsen garantiert. Anleger sollten grundsätzlich darauf achten, ob die Zinskonditionen für den gesamten Betrag gelten oder für einen bestimmten Betrag "gedeckelt" sind und beispielsweise nur für 20.000 Euro oder 50.000 Euro gelten.

Einlagensicherung schützt den Anleger

Tagesgeldanlagen sind sichere Anlagen. Für den Anleger gibt es keinerlei Kursrisiko wie bei Aktien- oder Fondsanlagen und bei der Anlage in Euro besteht auch kein Währungsrisiko. Die deutschen Anleger profitieren außerdem noch von dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds, bei denen die meisten Banken Mitglied sind und der die Auszahlung von Geldern sichert, wenn die Bank durch Turbulenzen Zahlungsprobleme haben sollte.

Der Einlagensicherheitsfonds erstattet das Anlagekapital sowie die angefallenen Zinsen. Entsprechend der Zugehörigkeit der Bank zur Bankengruppe gibt es Einlagensicherungsfonds für die Privatbanken, für die Sparkassen und für die genossenschaftlichen Finanzinstitute.

Neben den Einlagensicherungsfonds der Banken, die freiwillig eingerichtet wurden, gibt es noch das Einlagensicherungsgesetz. Hier ist die Höchstgrenze einer Entschädigung bei Einlagen auf 100.000 Euro pro Anleger gesetzlich festgelegt. Zusammen mit den freiwilligen Einlagensicherungsfonds können Anleger davon ausgehen, dass ihre gesamte Anlage zu 100 Prozent sicher ist und sie den Betrag im Falle einer Insolvenz der Bank auch komplett wieder bekommt.

Informationen zu der jeweiligen Regelung und der Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsfonds können bei den Banken erfragt oder nachgelesen werden. Informationen hierzu veröffentlichen die Finanzinstitute auf den Webseiten oder in den Vertragsbedingungen.

Steuerliche Informationen zu Tagesgeldzinsen

Tagesgeldzinsen werden steuerlich als Einnahmen aus Kapitaleinkünften betrachtet. Deshalb fällt bei diesen Zinseinnahmen auch die Abgeltungssteuer an, die seit dem 1. Januar 2009 gilt. Von der jeweiligen Zinszahlung behält die Bank 25 Prozent sowie zusätzlich den Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent ein.

Anleger, die zudem noch kirchensteuerpflichtig sind, zahlen zusätzlich noch die Kirchensteuer von 8 bzw. 9 Prozent. Die einbehaltenen Steuern werden dann direkt an das Finanzamt abgeführt, ohne dass der Steuerpflichtige sich um etwas kümmern muss.

Jedem Anleger wird die Möglichkeit gegeben, die Zinsen aus Tagesgeldern auch steuerfrei zu erzielen. Innerhalb des Rahmens des Steuer-Freibetrages von 801 Euro pro ledige Person und Jahr bzw. dem doppelten Betrag von 1.602 Euro bei verheirateten bzw. zusammenveranlagten Personen werden die erzielten Zinsen von der Bank steuerfrei ausgezahlt.

Für einen allein stehenden Sparer bedeutet das konkret, dass er im Jahr 26.700 Euro als Tagesgeld mit einer Verzinsung von 3,00 Prozent anlegen kann, ohne dass ein Steuerabzug durch die Bank erfolgt. Bei einer Verzinsung von 2,50 Prozent sind es sogar über 32.000 Euro, die steuerfrei angelegt werden können. Für verheiratete Anleger würden sich die Anlagesummen verdoppeln.

Um den Steuerabzug für die Tagesgeldzinsen zu vermeiden, muss der Bank ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Der Steuer-Freibetrag kann auch auf mehrere Banken aufgeteilt werden. Wichtig ist aber, dass pro Jahr nur die gesamte Summe von 801 Euro bzw. 1.602 Euro steuerfrei sind. Die Finanzämter prüfen nach, ob die Freibeträge auch eingehalten wurden.